Sie sind hier

Neu an Chl.Pneu erkrankt

Hallo!
Letzte Woche habe ich mich auf Chl.Pneum. testen lassen, weil eigentlich meiner Freundin Verdacht auf hatte. Nur hab ich sie jetzt, anstatt meiner Freundin.
Jetzt suche ich eigentlich Erfahrungen, die mich ein wenig weiter bringen.
Zuerst schildere ich meine Symptome:
- Seit 3 Monaten keinen normalen Stuhlgang mehr gehabt
- Seit ca. 1 Monat unerklärliche Schmerzen im unteren Sprunggelenl
- Immer mal wieder und häufiger wie sonst Kopfschmerzen und milde Erkältungssymptomatik.
- Plötzlich aufgetretender Bluthochdruck
- Sowie erhöhte Leberwerte

Jetzt ist die Frage, was auf mich zukommt. Nehme seit Freitag Doxy 200mg/d mehr erst noch nicht.
Habe morgen ein ausführliches Gespräch mit meinem Hausarzt.
Inwiefern habt ihr Erfahungen gemacht, was kommt noch auf mich zu und wie gut ist das Behandelbar?

Danke im Vorraus schon mal für eure Zeit und Antworten. Ich melde mich dann morgen nach meinem Gespräch mit meinem Doc nochmal.

Lg Benny

Hallo Benny & willkommen im Club ...

> Seit 3 Monaten keinen normalen Stuhlgang mehr gehabt
Das wird häufig berichtet. Die Ursache liegt wahrscheinlich in der Stoffwechselstörung, die von Cpn ausgelöst wird: sekundäre Porphyrie
http://www.cpnhelp.org/secondaryporphyria

>Seit ca. 1 Monat unerklärliche Schmerzen im unteren Sprunggelenl
In diesem Zusammenhang fiel hier mal das Stichwort Morbus Reiter. Ich weiß dazu aber weiter nichts.

>- Sowie erhöhte Leberwerte
Das könnte wieder auf die oben genannte Stoffwechselstörung zurückgehen. Diese bewirkt, daß im Stoffwechsel auftretende giftige Zwischenprodukte nicht mehr richtig umgewandelt werden.

Aber das ist alles nur Symptomdeuterei. Wichtig ist ...

>Jetzt ist die Frage, was auf mich zukommt. Nehme seit Freitag Doxy 200mg/d mehr erst noch nicht.
Habe morgen ein ausführliches Gespräch mit meinem Hausarzt.
Inwiefern habt ihr Erfahungen gemacht, was kommt noch auf mich zu und wie gut ist das Behandelbar?

Doxy ist wirksam gegen Chlamydien. Allerdings genügt es offenbar bei einigen Fällen nicht, andere werden ihre Chlamydien damit los. Was Gruppe 1 von Gruppe 2 unterscheidet ist im Grunde unklar. Möglicherweise ist es genetische Veranlagung, sonstige Belastungen durch Umweltgifte oder Koinfekte. Alles Spekulation.

Chlamydien erweisen sich oft als persistent bei Mono-Antibiosen, weil sie in einen inaktiven Dauerzustand gehen können, indem ihr Stoffwechsel deaktiviert ist. Antibiotika, die stets den Stoffwechsel der Keime nur angreifen können, laufen dann ins Leere. Nach Absetzen des Antibiotikums reaktivieren sich die Keime und die vorübergehende Besserung des Symptombild ist wieder dahin. Die Antikörpertiter steigen einige Wochen danach oft auch wieder an.

Die Vanderbilt Uni., Tenn. hat eine Therapieschema entwickelt, das durch geschickte Kombination mehrerer Antibiotika (combined antibiotic protocol) über einen Mehrmonats- bis Mehrjahreszeitraum diese Persistenz durchbricht:
http://www.cpnhelp.org/cpn_and_cap_overview

Wenn Du ein paar Wochen nach Ende der Doxy-Behandlung nicht das Gefühl hast, Du bist jetzt wieder gesund, werden mit Sicherheit auch die Antikörpertiter wieder oben sein. Dann mußt Du Deinen Arzt vom cap überzeugen und hoffen, daß er mit Dir durchzieht.

Gruß

Andreas

Reichen die Kräfte des Feindes zum Weitermarschieren noch aus, so müssen es auch die unsrigen. (Helmuth Graf von Moltke)

meine antikörper gehen trotz behandlung überhaupt nicht runter! woran könnte das liegen? ich habe 50tage rifampicin300mg und ketek400mg, danach woche pause und jetzt schon 16tage mino. glaube aber das ich auch noch borreliose habe!

Einerseits, was sind 50 Tage, wenn die Infektion wirklich chronifiziert ist? Das Wheldon-Schema geht von 2 Jahren Behandlungsdauer aus.

Außerdem mißt der Antikörpertiter nicht die Erregerlast, sondern das Ausmaß der Reaktion des Immunsystem auf die Erregerlast. Wenn Dein Immunsystem erstmal nicht meint, weiterhin wie bisher gegen die Keime anarbeiten zu müssen, bleiben die AK-Titer hoch.

Gruß

Andreas

Reichen die Kräfte des Feindes zum Weitermarschieren noch aus, so müssen es auch die unsrigen. (Helmuth Graf von Moltke)

Hi,

der Morbus Reiter wird durch 3 Symptome charakterisiert: Bindehautentzündung, Harnröhrenentzündung, Gelenksentzündung (klassischer Weise Sprunggelenk). Nach Lehrbuch wird der Morbus Reiter (Morbus = Krankheit) durch Chlamydia trachomatis ausgelöst.

Die Doxy Menge ist abhängig von Deinem Körpergewicht. Würdest Du es uns verraten. Bei 200mg dürftest Du so um 60-65 kg wiegen. Nicht viel mehr, sonst ist es n.w. unterdosiert.

Wichtig ist auch, daß die Wirksamkeit der Antibiotikas (ABs) oft von der erreichten Konzentration im Blut/ Gewebe etc. abhängig ist. D.h. das Gewicht des Patienten muß unbedingt berücksichtigt werden. Außerdem gibt es sog. Schnellmetabolisierer. Bei denen wird der Wirkstoff so schnell abgebaut, daß er nicht die nötige Konzentration im Körper erreichen kann. Man kann in verschiedenen Laboren in Deutschland einzelne Medikamentenspiegel testen lassen, z.B. Doxycyclin. Unsere Ärzte drehen dann zwar durch - aber manchmal hilft ein Deal: Erster Test zu Lasten des Patienten, wenn der Medikamentenspiegel zu niedrig ist, dann weitere Tests zu Lasten der Krankenkasse (KK).

Hab ich irgendwas vergessen?????

Lg,
sunny

Danke schon mal für eure Kommentare.
Mein Hoffnungsblick ist ja, dass mein Arzt schon mal was von den Cpn gehört hat. Ich habe ihn mal das Schema gegeben, was Sunny hier schon reingemacht hat mit den 3 Stadien (http://www.chlamydiapneumoniae.de/chlamydia-pneumoniae-therapien/schulme...), das kam ihm bekannt vor und hat direkt die Laboruntersuchungen gemacht, die am Ende stehen, jetzt warte ich auf die Ergebnisse.
Ne mein KG müsste so um die 110kg bewegen.
Hat jemand schon Erfahrungen gemacht mit dem Schema, was da beschrieben wird? Und leider komme ich mit den englischen Text nicht so ganz klar, über was für einen Zeitraum sprechen wir hier.
Was mich auch brennend interessieren würde, ist, wie lange ich ansteckend bin oder bin ich es überhaupt?
Meine Freundin wurde auch getestet und wenn die Symptome von den Cpn kommen, sprechen wir von einem Zeitraum von 3 Monaten in der meine Freundin mir "schutzlos" ausgeliefert war....
lg und Danke noch mal!

Benny

>Hat jemand schon Erfahrungen gemacht mit dem Schema, was da beschrieben wird? Und leider komme ich mit den englischen Text nicht so ganz klar, über was für einen Zeitraum sprechen wir hier.

Siehe andere Krankengeschichten im Forum. Ich bin im September 2008 gestartet. Entwickle mich immer besser dabei.

>Was mich auch brennend interessieren würde, ist, wie lange ich ansteckend bin oder bin ich es überhaupt?

Chronisch infizierte sind HÄUFIG nicht mehr ansteckend, weil sich die Krankheit von dem Schleimhäuten in das Blut und innere Organe, Gewebe, Gelenke zurückzieht. So auch bei mir, vor Beginn der Antibiose wurde eine Speicheluntersuchung vorgenommen. Ergebnis: null Cpn-Sporen. Infizierend dürfte man idR nur in der Phase der akuten Aufnahme sein.

Grundsätzlich allerdings ist Cpn eine Infektion, die durch Tröpfen übertragen wird (husten, niesen). Ctr wird durch Geschlechtsverkehr oder bei der Geburt im Geburtskanal von der Mutter auf das Baby übertragen.

Allerdings ist Cpn kein Keime von der Kampfkraft, einen gesunden, normal immunkompetenten Menschen zu überwinden. Ein solcher steckt sich zwar an, bekommt eine Infektion, die sich bei Cpn in etwa analog einem grippalen Infekt wahrnehmen läßt und wehrt diese wieder ab.

30 % der Schulkinder, 70 % der 40jährigen und 60 % der Über-60-Jährigen weisen Cpn-Antikörper aus, sind aber nicht erkrankt. D.h., im Normalfall wird die Sache abgewehrt. Nur in wenigen Fällen chronifiziert sie. Was Gruppe 1 von Gruppe 2 unterscheidet ist weitgehend unklar. Evtl. zusätzliche Nebenbelastungen wie Umweltgifte, hier ist eine Häufung mit Fällen in verschimmelten Wohnraum auffällig, Koinfekte, evtl. genetische Disposition. Alles spekulativ.

>Meine Freundin wurde auch getestet und wenn die Symptome von den Cpn kommen, sprechen wir von einem Zeitraum von 3 Monaten in der meine Freundin mir "schutzlos" ausgeliefert war....

Im Fall der Fälle war deine Freundin dem wohl ausgesetzt, wird aber nicht schutzlos gewesen sein, sondern mit dem Antikörperchen ihres Immunsystem und dem Verteidigungsenzymen ihrer Zellen dem Spuk ein Ende bereitet haben, vor er richtig beginnen konnte.

Meine damalige Freundin aus meiner hochakuten Zeit (2003 bis 2004) hat nie etwas gemerkt, ist pumperlgesund und verweigert einen Test mit der Ansage, es sei reine Zeitverschwendung. Und damit liegt sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit richtig.

Gruß

Andreas

Reichen die Kräfte des Feindes zum Weitermarschieren noch aus, so müssen es auch die unsrigen. (Helmuth Graf von Moltke)

Andreas hat wie stets hervorragend geantwortet.

Die CAP nach dem Wheldon protocol mache ich seit 10 Monaten, mein Blutbild war noch nie so gut wie jetzt. Habe mich auf eine lange Zeit eingestellt, versuche noch mehr für mich zu erreichen.

Ich hoffe für dich, dass du auch einen zugänglichen Arzt hast.
Leider stelle ich immer wieder fest, dass Ärzte und Betroffene die Neigung haben , neue Kenntnisse möglichst zu ignorieren, sich nur auf den ausgetrampelten Pfaden zu bewegen .

Wovor haben sie eine so große Angst????

Ilka

So,

Hatte heute mal wieder einen Arzttermin, um meine Blutergebnisse zu besprechen. Leider kamen da ein paar Sachen rum, die einer Therapie erstmal im Wege stehen.
Leider habe ich nicht die konkreten Angaben der Werte, aber hier mal eine zusammenfassung:

Leberwerte wie immer erhöht,
Das was mir Sorgen macht ist:
- Leukos sind wohl extrem niedrig
- Target-Zellen wurden ausgemacht
- 2 Undefinierbare "Körperchen"
- sowie zitat: RIEEEESIGE Thrombozyten.

Irgendwer Ahnung ob das mit den Chlamydien zusammenhängt oder muss ich mir Sorgen machen, dass es eine andere Ursache hat...

Soll jetzt zum Hämatologen/Onkologen Termin, jetzt kommts: 15.4.
Na prima....

lg Benny

Hi Benny,

anscheinend hast Du aber einen verantwortungsbewußten Arzt erwischt, der eine vernünftige Differentialdiagnose betreibt.

Kläre erst mal die Geschichte beim Hämatologen und dann schau weiter. Ich weiß, es kommt einem wie vertane Zeit vor. Aber das geht vor. Vielleicht hat es tatsächlich bei Dir nichts mit den Chl. pn. zu tun und die Viecher haben sich nur oben drauf gesetzt.

Allerdings solltest Du im Auge behalten, daß die Veränderungen der Leukos, "Körperchen" und vielleicht auch die Thrombozytenveränderung von den Chl. hervorgerufen werden.

Meines Wissens nach kann Chl. pn. auch das Knochenmark befallen.

Ich würde an Deiner STelle versuchen zusätzlich einen tErmin bei einem Spezi zu bekommen. Adressen können wir Dir hier per PN nennen, wenn Du uns per PN Deine Region mitteilst.

Lg,
sunny

@ Benny:

>Leberwerte wie immer erhöht

sekundäre Porphyrie; Selbstvergiftung in Folge eines chlamydien-bedingt gestörten ATP-Stoffwechsels
http://www.cpnhelp.org/secondaryporphyria

>Target-Zellen wurden ausgemacht

Kann mit Eisenmangel zusammenhängen; Chlamydien konsumieren Eisen:
http://flexikon.doccheck.com/Mexican_hat_cell

Hast Du schon mal darüber nachgedacht, testweise ACC600 einzunehmen? Das läuft unter Nahrungsergänzung und ist frei erhältlich. Zugleich ist das der Einstieg in das Wheldon-Protokoll. Man nimmt stufenweise mehr ACC600 bis man 2400 mg am Tag verträgt. Dann setzt die Antibiose ein ...

Der Wirkstoff in ACC600 ist eine Aminosäure, die die Chl-Sporen töten. Reaktionen auf ACC600 sind ein ziemlich sicheres Zeichen für eine Chl-Erregerlast.

Gruß

Andreas

Reichen die Kräfte des Feindes zum Weitermarschieren noch aus, so müssen es auch die unsrigen. (Helmuth Graf von Moltke)

So ich war heute erneut beim Arzt um meine Blutwerte zu holen und die Überweisung zum Hämatologen/Onkologen. Hab dann auch gleich mal einen Abstrich machen lassen, ob ich ansteckend bin und arbeitsfähig.
Wie gesagt, mein HA weiß nicht mehr weiter auf Grund meiner Blutwerte und hat mich überwiesen, ist ja verständlich, er ist Allgemeinmediziner und nicht von allem ne Ahnung.
Ich schreib euch mal meine Werte, vielleicht kennt das ja jemand oder hat ne Ahnung.
Was außerhalb des Referenzbereiches ist kennzeichne ich mit einem "!" ;-)

Vom 23.2.
- C-raktives Protein: unter 0,30 Referent Breich: unter 0,50
- Harnsäure: 6,60mg/dl Referenzbereich: 3,4 - 7,0
- Rheumafaktor: unter 0,30 Referenzbereich: unter 14
- Antistreptolysin 108IU/ml Referenzberich unter 200

Chl.trachomatixs-IgG AK negativ
Chl. " IgG Extrinktion: 0,28
Chl. " IgA AK negativ
" " Extrinktion: 0,32

Chl. pneum. AK: POSTIV
" " Extrinktion: 1,83
" " IgA AK: POSITIV
" " IgA Extrinktion: 1,73

vom 3.3.

- Kreatinin: 0,9 Referenzbereich 0,9 - 1,3
- GPT: 136!! Referenzwert unter 45
- Homocystein 13umol/l Referenzwert unter 16
- Antistreptolysin Titer:97 IE/ml Referenzwert unter 200
- Vitamin B12 457pg/ml Referenzwert: 200-950
- Atypische Lymphozyten: 2% Referenzwert unter 5
- Esoniphile Granolozyten:1 % Referenzwert unter 7
- Lymphozyten: 27 Referenzwert 20 -51
-Monozyten: 4 Referenzwert 2-14
- Segmentkernige Granolozyten: 66 Referenzwert: 42-70
- Eisen: 119 Referenzwert 60-175
- GGT: 66!! Referenzwert unter 55
- GOT: 53!! Referenzwert unter 35
- Harnsäure: 8,2!! Referenzwert 3,4-7,0
- Riesenthrombozyten!!!!
- Aniscocytosen!!!!
- Targetzellen !!!
TSH: 1,22 Referenzwert 0,23-4,00

Was mich an der Stelle stutzig macht ist der Anstieg der Harnsäure in einer Woche, zudem, das was noch aufgefallen ist am Blutbild (Das was ohne Referenzbereich ist) zu dem Targetzellen ohne verschobenen Eisenwert...
Ist irgendwie sehr komisch....
Hoffe da kennt jemand was zu und kann es für mcih auch so erklären ;-)

lg Benny

Hallo Benny,

die ganzen Werte kann ich unmöglich alle sinnhaft interpretieren.

An irgendeinem Ende mußt Du ja mal anfangen, einzugreifen. Marx paraphrasierend: Es kommt nicht darauf an, die Laborwerte zu interpretieren, sondern sie zu verändern.

Cpn positiv kam da (wieder heraus). Setze eben da an und warte ab, wie es sich entwickelt.

Man kommt ja sonst vom Hundersten ins Tausendste. Und wenn Du die Cpn schon 12 Jahre hast wird das ein unentwirrbares Knäuel an Begleitstörungen heraufbeschworen haben.

Artemisin-Tee oder cap ...

Gruß

Andreas

Reichen die Kräfte des Feindes zum Weitermarschieren noch aus, so müssen es auch die unsrigen. (Helmuth Graf von Moltke)

Ich erwarte hier von niemanden, dass er die Werte sinnvoll interpretieren kann ;-) dafür sollten unsere Ärzte für da sein.
Ich habe nur gedacht, bzw. gehofft, dass irgendwer hier schon mal solche Werte bei sich oder anderen gesehen hat.
Ich hab einfach nur großen Schiss davor, dass es auch was anderes sein kann wie Chlam.Pn. was dann eher in die bösartge Richtung geht. Weils halt einfach doch gravierende Veränderungen sind, besonders mit den Riesenthrombos und den Targetzellen obwohl vorhandenes Eisen im Blut.
Es ist einfach eine beschissene Zeit nur dazusitzen und nicht zu wissen was los ist, aber wovon rede ich?! Das werdet ihr mindestens so wie ich erfahren haben.!!
Aber auf den Termin am Donnerstag muss ich ebend warten, doof, dass ich zur Zeit Urlaub habe und davon nicht noch ein wenig Ablenkung erfahren kann.
Bis die Tage!

Benny

Hi,

die Werte zeigen eine deutliche Leberbelastung - wo auch immer die her kommt (Infektion, Entgiftungsleistung, Alkohol etc..)

Ebenfalls scheint es zu einem erhöhten Anfall von Harnsäure zu kommen, diese stammt aus dem Purinstoffwechsel und könnte auf einen erhöhten Eiweißanfall, z.b. Nahrung, Infektion etc. herrühren.

DEn Rest lasse ich mir noch durch den Kopf gehen.

lg
sunny

Also Entgiftungs oder Alkohol kann nicht in Frage kommen, nehme bis auf Zigaretten keine Drogen und auch Alkohol nur in sehr geringen Maßen. Hepatis ist ausgeschlossen.
Nahrungstechnis wegen der Harnsäure ist auch nichts anderes wie sonst...

lg Danke euch noch mal

Ja, dann kommen wir der Diagnose näher.... Auch Chlamydia pneumoniae kann diese Laborwerte fabrizieren. Wahrscheinlich wird es aber schwierig einen Deiner Ärzte davon zu überzeugen, da der Kenntnisstand in Deutschland gleich null ist.

Du solltest auf die Suche nach einem Spezi gehen..... Schick mir Deine Region, ich schick Dir ne PN.

lg,
sunny

Danke für die Spezis,
Ich werde aber erstmal abwarten, was am Donnerstag die Hämatologin/Onkologin von sich gibt, bi auch niht so mobil, geschweige denn hab ich das Geld fürf eine kostenpflichtige ärtzliche untersuchung.
Danke trotzdem erstmal, ich werds im Hinterkopf behalten.

lg Benny

Hi,

wir haben auch Spezis mit Kassenzulassung.

Lg,
sunny

Ich werde mal schauen, was morgender Arzt so sagt.... boah, habe ich schiß vor diesem Termin....

Hallo Liebe Foris,

Entschuldigt bitte, dass ich mich so lange nicht mehr gemeldet habe...Meine Freundin hat sich von mir getrennt und hatte dann noch ein paar andere sachen im Kopf...

War heute mal meine Blutergebnisse abholen beim Hämatologen.
Es ist alles wie gehabt. Meine Leberwerte sind nochmals gestiegen, Harnsäure ist wieder im Normalbereich. Dafür kam raus, dass ich noch das Eckstein-Barr-Virus, auch Pfeifferisches Drüsenfieber genannt, hatte. Habe noch IgG's im Blut, was wohl auf eine zurückliegende Infektion hinweißt.

Eine befreundete Heilprakitkerin sagte mir, ich müsse unbedingt ein Ultraschall von der Leber machen und nochmals vom Herzen, da ich wohl eine systemisch Infektion der Chlamydien habe, die sich auf jedenfall in der Leber manifestiert und evtl durch den ausbegrochenen Hypertonus auch evtl im Herzen.

Zudem kommt jetzt noch dazu, dass ich unglaubliche Schlafstörungen habe...Ich bin sowas von Müde, kann bekomme aber in letzter Zeit nachts, kaum ein Auge zu, was mich mittlerweile echt aggressiv macht.
Zudem immer wieder Rückenschmerzen, solangsam auch Gefühlsstörungen in den Fingern sowie Gelenlschmerzen im Knie.

Jemand Erfahrnugen mit den SChlafstörungen gemacht und weiß, wie man das am besten umschiffen kann??

lg Benny

Das ist leider eine Folge der Infektion, tagsüber schleift man sich durchs Leben, nachts kann man trotz Müdigkeit nicht schlafen.
Klappt mit Melatonin, durch das Wheldon protocol kennengelernt, recht gut.
Muss dir dein Arzt verschreiben.

LG

Ilka

So habe heute mit der Antibiotikatherapie angefangen:

3x1 Amoxcilin
2x1 Doxy
1x1 Metronidazol

Hab es bisher erstaunlich gut vertragen...
Morgen habe ich noch ne Gastro und ne Koloskopie...
Muss deshalb noch das Klean - Prep trinken, mal gucken was da morgen bei rum kommt.

lg Benny

Hi Benny,

berichte doch mal weiter wie es Dir ergangen ist und was bei der Koloskopie etc. rausgekommen ist.

Wie geht es Dir unter AB.

Das Schema hört sich nicht schlecht an, aber für den Anfang ziemlich heftigt.

Lg,
sunny

Von der Gastro und Koloskopie hab ich noch keine Ergebnisse...ich warte noch drauf, was bei der Pathologie herraus kommt.
Mit dem Antibiotika gehts mir recht gut. Ich muss sagen, dass die beschwerden zurückgegangen sind und ich schon wieder relativ normalen Stuhlgang habe.
Nebenwirkungen haben sich bis auf die Kopfschmerzen jetzt noch nicht eingestellt.

lg Benny

Mein Durchfall verschwand auch immer unter AB - seltsam oder?

lg

Hallo, habe vom Labor die Auskunft bekommen, dass nach einer Antibiose weiterhin hohe Antikörperwerte kein Indikator für eine erfolglose Behandlung sein sollen. Zitat: "Das ist sehr unterschiedlich. Oft sind die Werte noch sehr lange Zeit hoch - und das OBWOHL die Bakterien sich bereits verabschiedet haben"...
Gruß,
Une...

Ja, ja, das ist leider noch gängige Meinung der meisten Labore in Deutschland - Man nennt es Serumnarbe. Es ist wie nach einer Impfung, dann sind die Antikörpertiter ja auch in einem bestimmten Referenzbereich ohne daß eine aktive Erkrankung vorliegt.

Das alles gilt natürlich auch für Chl. pn.. Ich kann nur auf einen Artikel aus dem Inhalt von der der Firma medac hinweisen, die solche Tests entwickeln. Dort geht man von einer Halbwertzeit des Chl. pn. Antikörpers von 1 Woche aus, d.h. irgendwann muß der Titer verschwunden sein. Ein allein in der Norm erhöhter IgG Titer weist eher auf eine durchgemachte Infektion hin.

Die Vanderbilt University geht so gar davon aus, daß ein dauerhaft erhöhter IgG Titer ebenfalls auf eine chron. Infektion mit den Viechern hinweist.

lg

Hallo,
habe schon kurz bei Therapeutensuche geschrieben und gleich einen großen Fehler begangen, Arzt und Tel. eingestellt, noch einmal tut mir sehr leid, habe es wirklich nicht bös gemeint, und kommt nicht mehr vor.
Meine Geschichte wie bei vielen anderen endloserer Ärztemarathon, prakt. Arzt, Rheumatologe, ganzheitliche Untersuchung in unserem Sanatorium , neurologische Untersuchungen usw usw.
kurz meine Beschwerden seit 3 Jahren beginnend mit ziehenden Schmerzen in beiden Beinen, immer wieder Grippesymtome (Atemwege)meistens ohne Fieber dann Schmerzen in den Knien usw.
Letztes Jahr verschlimmerte sich mein Zustand drastisch, 2 monatigem Abstand Grippesymptome, sehr starke Gelenksschmerzen, dann extreme Zahnschmerzen (alle haben immer wieder chlamydien festgestellt, Titer positiv aber keiner hat regiert) Am Anfang habe ich v. 2 jahren eine Partnertherapie mit meinem Mann von 3 Wochen durchgeführt.
Meine Zahnärztin erkannte das hier irgendetwas unerklärliches vorgeht, und schickte mich zu einem Ganzheitzmediziner, er stellte fest dass es sich um Chlamydien trachomatis oder pneum. handelt nicht festzustellen welche
Werte und Behandlung bisher:
persistierende Chlamydieninfektion
16.12.08:
Chlamydien pneu IGA 28
IgG 134
2x 2 Triprim 200
zunächst rasche Besserung dann wieder Verschlimmerung vorwiegend HNO Bereich Trigeminusbereich
04.02.09
Chl. IgA 75
IgG 514
2x1 Doxystad 200, dann 100
Besserung, dann mit schwächerer Dosierung wieder Verschlechterung Allgemeinzustand
10.03.09
Chlam. Iga 85
IgG 647
Klacid zuerst 500 1 x Tag
seit 7 Wochen nehme ich laut Dr. G.
Klacid 500 2 x Tag
es geht mir viel besser die Werte sind jedoch noch immer über 500

Bin zur Zeit in Behandlung auf einer Uni Klinik

Auch mein Mann hat positive Chlamydien aber keinerlei Beschwerden.
Frage kann ich oder mein Mann uns noch immer wechselseitig anstecken, und kann ich meine Tochter 10 Jahre alt anstecken ??

Könnt ihr mir bitte eure Therapieerfahrungen mitteilen, wenn mann diese Beschwerden schon länger hat wie ich und per PE eure Behandlungsformen.
Danke
Lara

Hallo Lara,

wenn ich das noch recht in Erinnerung habe, hast Du bereits ein Mediziner gefunden, der eines der cap der Vanderbilt mit Dir durchzieht. Dann bist Du selbst schon auf dem richtigen Weg. Wenn Dir der Vanderbilt-Ansatz bekannt ist, wirst Du auch schon über die Zusammenhänge informiert sein, warum Mono-Antibiosen oft nicht zur Ausheilung führen.

Cpn wird durch Tröpfcheninfektion übertragen, Ctr wird sexuell übertragen.

Wenn Dein Mann positiv ist, muß er therapiert werden, unabhängig davon, ob er bereits akute Beschwerden hat.

Die Tochter sollte getestet werden. Ein normal immunkompetente Person wehrt idR Cpn-Infekte erfolgreich aus eigener Kraft ab. Von daher ist das Ansteckungsrisiko Euerer Tochter nicht sehr hoch. Sobald Du und Dein Mann mit das erste Antibiotikum aus dem cap einnehmen, gehen die Chl. in die kryptische Form, d.h. ihr Lebenszyklus ist eingeforen, sodaß sie auch die Sporenform nicht mehr einnehmen. Dann dürfte auch keine Infektionsgefahr von Euch mehr ausgehen.

Gruß
Andreas

Reichen die Kräfte des Feindes zum Weitermarschieren noch aus, so müssen es auch die unsrigen. (Helmuth Graf von Moltke)

Lieber Andreas
herzlichen Dank für deine prompte Rückantwort. In Wirklichkeit kenne ich mich noch gar nicht aus, da ich erst vor 1 Woche auf eure Seite gestossen bin, auf der Suche da mir Dr. G mitteilte, daß sich in Wahrheit in Österreich keiner wirklich auskennt, und bis jetzt auch nicht ernst nimmt. Mein Ganzheitsmediziner bei mir zu Hause der auch Heilpraktiker ist Dr. W. würde mit mir die Seite der Nahrungsergänzungmittel übernehmen, da Dr. G glaube sich damit nicht befasst (ihn interessieren glaube ich nur die medikamentöse Behandlung).
Meine große Sorge ist, daß mein Mann sagt ihm fehlt nichts, und er glaubt sich nicht behandeln lassen zu müssen.
Ich werde auf jeden Fall meine Tochter austesten lassen.
Mit lieben Grüßen und Danke
lara

Unter positiv meine ich mein Mann hat beim Abstrich Dermatologisches Labor Chlamydien urethra: negative Auswertung, aber beim Blutbefund Chlamydien Serologie: Chlamydien Iga AK (Elisa) 162 und IgG-AK 381, ist er damit auch als positiv zu bewerten ?
danke
Lara

>... ist er damit auch als positiv zu bewerten ?

Das kommt auf die Normgrenzen an. Die sind bei jedem Labor anders.

Zum einlesen kannst Du die Inhaltsspalte auf dieser Seite (links) durchgehen, ansonsten:
http://www.cpnhelp.org/cpn_and_cap_overview

Gruß

Andreas

Reichen die Kräfte des Feindes zum Weitermarschieren noch aus, so müssen es auch die unsrigen. (Helmuth Graf von Moltke)

Hallo Andreas,
wie gehst Du (geht Ihr ) denn mit der Ansteckungsgefahr um. Ich mache nämlich die Erfahrung, wenn ich Freunden, Bekannten, Kollegen von meinen Problemen erzähle, wollen die am liebsten 10 Meter Abstand halten. eine Freundin, bei der ich einen Kurzurlaub machen wollt, lud mich direkt wieder aus, als sie von den Cpn hörte. Das Argument, Immunstarken passiert nichte, beruhigt nicht wirklich. Ich habe keine Lust neben all dem Elend quasi auch noch in Quarantäne zu leben.

Der Kontakt mit meiner stark hilfebedürftigen Mutter macht mir auch Sorgen. Sie hat Lungenprobleme. Keine Ahnung ob Cpn, Herz-Kreislaufprobleme, eine Embolie kürzlich etc können auch die Probleme verursachen. Der Hausarzt ist völlig beschränkt und ich konnte, Sie bisher noch nicht bewegen zum Lungenarzt zu gehen. aber die sind ja in der Regel auch nicht sehr offen. Aber mein Hauptgrund, weshalb ich sie nicht weiter dränge, dass ich keinen Arzt mit Cpn Erfahrung in Oberhausen kenne (sie ist zu gebechlich um sie nach Ms zu karren, ich habe auch kein Auto). Außerdem habe ich den Eindruck, dass sie eine Antibiose gar nicht verkraften würde. Gibt es Erfahrungen mit alten Menschen und Cpn-Behandlung?

Liebe Grüße
von Lotte

>wie gehst Du (geht Ihr ) denn mit der Ansteckungsgefahr um.

Ich erzähle, daß ich 1. schon beim Zeitpunkt als Cpn diagnostiziert wurde und noch unbehandelt war, niemanden anstecken konnte, weil sich Cpn bei mir von den Atemwegen ins Körperinnere verzogen hat. Eine Speichelprobe war vollkommen frei von Cpn-Keimen. Die einzige Möglichkeit, es weiterzugeben wäre, wenn ich Blut spendete.

2. sind die Cpn unter dem cap nicht mehr vermehrungsfähig, sonst wäre ja der Therapieansatz auch vollkommen untauglich.

Gruß

Andreas

Reichen die Kräfte des Feindes zum Weitermarschieren noch aus, so müssen es auch die unsrigen. (Helmuth Graf von Moltke)

Danke Andreas. Was ist mit einer Monointervallantibiose? Ist ein Speicheltest notwendig?
Gruß von Lotte

>Was ist mit einer Monointervallantibiose?

Ob die einen Heilerfolg verspricht, meinst Du? Im chronifizierten Fall kam. Siehe die zitierten Quellen.

>Ist ein Speicheltest notwendig?

Kaum. Wozu eigentlich? Je früher die Therapie begonnen wird, desto besser. Was ist schon der Erkenntnisgewinn einer Momentaufnahme vor Therapiebeginn. Speicheltest negativ - Therapie muß gemacht werden, weil die Keime dann eben woanders sitzen - siehe AK-Werte. Speicheltest positiv - Therapie muß gemacht werden, weil die Keime auch auf den oberen Atemwegen sitzen. Jacke wie Hose.

Gruß

Andreas

Reichen die Kräfte des Feindes zum Weitermarschieren noch aus, so müssen es auch die unsrigen. (Helmuth Graf von Moltke)

...Ob die einen Heilerfolg verspricht, meinst Du? Im chronifizierten Fall kam. Siehe die zitierten Quellen.

Nein, das meinte ich nicht: ich bezog mich auf Deine Aussage, dass die Cpn unterm CAP nicht mehr vermehrungsfähig sind.
Ich mache ja zur Zeit die von der Münsteraner Ärztin empfohlene Intervalltherapie?

Ansonsten bin ich Dir für all Deine Infos sehr dankbar.
Lotte

>Nein, das meinte ich nicht: ich bezog mich auf Deine Aussage, dass die Cpn unterm CAP nicht mehr vermehrungsfähig sind.
Ich mache ja zur Zeit die von der Münsteraner Ärztin empfohlene Intervalltherapie?

Cpn hat in der aktiven Form einen Lebenszyklus von 72 Stunden: Sporen aussenden, neue Wirtszelle infizieren, von Sporen- in die Vermehrform umwandeln, wieder zurück in die Sporenform, raus aus der Wirtszelle ...

Es ist allerdings schwer zu sagen, wie schnell sich Cpn von der inaktiven (durch Antibiose erzwungenen) Form wieder in die aktive Form zurückverwandelt. Kommt darauf an, wie günstig die Rahmenbedingungen sind.

Außerdem muß für eine Ansteckung der Infekt auf den oberen Atemwegen aktiv sein. Wenn das IgA (AK-Titer Schleimhaut-spezifisch) über der Grenze liegt, ist Vorsicht geboten.

Gruß

Andreas

Reichen die Kräfte des Feindes zum Weitermarschieren noch aus, so müssen es auch die unsrigen. (Helmuth Graf von Moltke)

Zuerst noch einmal danke daß es euch gibt, ohne euch hätte ich nicht so schnell infos bekommen und mich selbst dahintergeklemmt die Sache in Angriff zu nehmen.
Nahm bisher 2x 500 clacid
ab gestern dazu 1x doxy
start gestern 1x200 ACC
abend 1x 600 ACC

Heute möchte ich 2x600 ACC nehmen.
Habe die Therapie laut Kontakt mit Hamburg und meinem Arzt begonnen (super netter und hilfreicher Kontakt in Hamburg werde wenn nötig auch hinauffahren)

Ich habe in bißchen Schiß vor der ersten Einnahme Metronidazol,
Frage wie geht es euch während der Therapie ?? Bin selbständig und habe Familie 1 Tochter 10 Jahre alt.
Wie bewältigt ihr den Alltag könnt ihr arbeiten gehen ??

Übermorgen muß ich auch noch eine Zahn ziehen.
Würde mich freuen von euch zu hören und noch einmal besonderen Dank an Sunny und Andreas
Lg
Lara

Lieber Andreas,
Danke für die Infos. Irgenwie macht mir das ein mulmiges Gefühl. Denke darüber nach, ob ich in meiner "aktiven" IgA Phase vielleicht meine Ma, einige Freunde oder Kollegen angesteckt habe. Dann mache ich eine Antibiose und wenn ich die hinter mir habe, stecke ich mich schwups wieder in meinem Umfeld an.
Liebe Grüße von einer gefrusteten Lotte

>... tecke ich mich schwups wieder in meinem Umfeld an.

So ist es Gott sei Dank nicht, sonst wäre schon 3/4 der Menschheit dahingerafft.

Erhöhte Langzeit-Titer (IgG), also Zeichen dafür, schon einmal mit Cpn zu tun gehabt zu haben, lassen sich finden bei:
30 % der Grundschüler
70 % der 40jährigen
100 % der 60jährigen

Cpn ist also im Grunde ein Allerweltskeim, mit dem fast alle von selbst fertig werden. Insofern ist die Frage nach der Ansteckung eigentlich müsig.

Die Kernfrage ist, warum es bei manchen chronifiziert ... Genetische Veranlagung? Koinfekte? Umwelteinflüsse?

Bei mir ist die Sache ziemlich klar: Ich war in einer verschimmelten Wohnung. Die Aflatoxine sind immununterdrückend und die Schimmelsporen transportieren Cpn-Sporen.

Gruß

Andreas

Reichen die Kräfte des Feindes zum Weitermarschieren noch aus, so müssen es auch die unsrigen. (Helmuth Graf von Moltke)

Sag mal, lieber Andreas,
wie stellt man (preisgünstig) fest, ob es Schimmelpilze (o.Ä.) in der Wohnung gibt, wenn von außen nichts sichtbar ist? Mir fällt ein Schamane ein, der mir vor ein paar Jahren immer riet aus meiner Wohnung auszuziehen. Das wollte ich nicht, da diese Wohnung günstig ist und ich mir nicht soviel mehr Miete leisten kann. Außerdem habe ich gerade für sehr viel Geld meine und eine Nachbarwohnung (für Praxis und Atelier) renoviert. Wäre also ein Hammer, wenn man hier, was finden würde.
Herzlichen Gruß
von Lotte

Also Schimmel wird idR über Sporenmessung in der Luft nachzuweisen versucht. Das ist aber ein höchst unzuverlässiges Verfahren. Ob die Schimmelsporen nun gerade in dem Schälchen mit der Nährstofflösung landen, ist ein ein Glücksspiel. Meine hochbelastete Wohnung war nach einem Sporenlufttest seinerzeit angeblich unbelastet.

Verläßlich ist der indirekte Nachweis über die Ausgasungen des Schimmels, bestimmte MVOC (microbiotic volatile organic compounds). Sitzt der Schimmel im Mauerwerk eingeschlossen, kann er keine Sporen ausstreuen, seine Gase diffundieren aber trotzdem durch das Mauerwerk. Und diese Gase enthalten Aflatoxine, was starke Zell- und Nervengifte mit immununterdrückender Wirkung sind. So ein Raumlufttest ist aber nicht ganz billig, 500 bis 600 DM waren das damals bei mir - glaube ich mich zu erinnern.

Relativ einfach und billig, da durch die Krankenkasse bezahlt, ist ein Antikörpertest auf die gängigen Schimmelsporen. Das übliche IgM-, IgA-, IgG-Muster. Meiner ergab damals um das 9fache überhöhte Titer, obwohl doch laut Sporenmessung in der Raumluft angeblich keine da gewesen sein sollen ...

Gruß

Andreas

Reichen die Kräfte des Feindes zum Weitermarschieren noch aus, so müssen es auch die unsrigen. (Helmuth Graf von Moltke)

Mensch Andreas, Deine Kenntnisse sind ja unermesslich. Ach blöd, dass Du sie auf so bittere Art lernen musstest.
Danke für die Tipps. Werde mir überlegen, ob ich den Test mache. Wäre der positiv, wäre das der Super-Gau.
Das versuche ich jetzt im Schlaf zu verdauen.
Gruß Lotte

Hi Lotte,

ich habe diesen Supergau. Wir haben vor ein paar Jahren einen relativ gut renovierten Kotten gekauft - Lebenstraum.

Ich schlief immer schlecht im Schlafzimmer. Seit wir im Wohnzimmmer/ Tenne schlafen geht's super. Dachte an Wasseradern....

Nirgendwo konnte man Schimmel sehen - nur eine Lederjacke im Schrank bekam "Stockflecken". Ich daraufhin zum Umweltmediziner und habe von meinen Problemen berichtet. Der schickte mir ein Umweltmobil, die haben Bohrungen gemacht und Proben genommen. Ergebnis: Hoch positiv. Und hochgradig gesundheitsbelastend. 2 Räume müssen komplett saniert werden - mit Luftschleuse. Ursache: Der Vorbesitzer hat Kokosdämmplatten eingebaut - "grün" wie er war. Dumm nur, daß die Dinger einmal aufgenommene Feuchtigkeit nicht wieder abgeben und als biologisches, natürliches Material einen super Nährboden für Pilze und Bakterien bilden.

Die Sanierung wird sehr teuer.

Das mit dem Umweltmediziner und Umweltmobil war bis zum letzte Jahr bei entsprechender Verdachtsdiagnose über die Krankenkasse zu haben. Dieses Jahr muß man zuzahlen. Weiß aber nicht wieviel.

lg,
sunny

Hallo Sunny,
das tut mir leid; als hätte man nicht sowieso schon an allen Ecken und Kanten genug Mühe ...
Was heißt denn Verdachtsdiagnose? Was muss man da vorlegen?
Andreas schrieb , dass die Untersuchungen auf Sporen nicht immer helfen. Was messen denn die Umweltmediziner?
Hast Du auch Deine "Schimmelsporen-Titer" messen lassen?
Falls das Ergebnis positiv sein sollte (der Titer und/oder der Mediziner), muss der Vermieter tätig werden und kriegt man das wieder hin?
In Sehnsucht nach besseren Zeiten
Lotte

>Andreas schrieb , dass die Untersuchungen auf Sporen nicht immer helfen. Was messen denn die Umweltmediziner?

Das ist von Baubiologen zu Baubiologen verschieden. Bei Bedarf kann ich Dir einen Ansprechpartner aus der Branche nennen, der weiß welche Spezis kompetent sind. Meiner arbeitet auch als Gerichtssachverständiger und ist bundesweit unterwegs. Es gibt aber auch viele Leichtmatrosen in der Branche.

Ein Arzt kann Schimmelsporen-Antikörpertiter über einen Bluttest nachweisen.

Der Baubiologe untersucht die Wohnung, der Arzt/Umweltmediziner den Körper.

>Hast Du auch Deine "Schimmelsporen-Titer" messen lassen?

Ja IgG war damals 9fach überhöht. IgM und IgA ebenfalls deutlich über der Norm. Bin dann sofort ausgezogen. Binnen eines Viertel Jahrs waren der IgM- und der IgA-Wert wieder normal.

>Falls das Ergebnis positiv sein sollte (der Titer und/oder der Mediziner), muss der Vermieter tätig werden und kriegt man das wieder hin?

Der Vermieter muss tätig werden. In einer solchen Wohnung ist aber jeder Atemzug einer zuviel. Der Mieter macht am besten eines: ausziehen.

Gruß

Andreas

Reichen die Kräfte des Feindes zum Weitermarschieren noch aus, so müssen es auch die unsrigen. (Helmuth Graf von Moltke)

Lieber Andreas,
das mit dem Baubiologen mache ich in einem zweiten Schritt. Ich lasse erst mal den Titer messen, wenn ich mich denn traue. Aus meiner Wohnung ausziehen, würde mehr als ein Umzug bedeuten. Meine ganze Lebensplanung würde zusammenbrechen. Es gibt sicher ihier in der Stadt keine Wohnung plus Atelier plus Praxisräume zu solchen Konditionen. Und mehr kann ich nicht zahlen. Das würde bedeuten, ich müsste in eine Whg ziehen, die wahrscheinlich halb so groß und doppelt so teuer ist und ohne die Möglichkeit, meinem zweiten beruflichen Standbein nachzugehen. Außerdem wäre die Investuion all meines Ersparten für die Renovierung in den Sand gesetzt. Und dann noch diese Krankheit, das ist zuviel.
Aber wahrscheinlich mache ich doch einen Test (bisschen später), sonst finde ich keine Ruhe.
Mach's gut
Lotte

Da hat man es als Mieter wirklich gut.... man kann einfach ausziehen.... Uns gehört das Haus.

Die beiden belasteten Räume benutzen wir nicht mehr. Es werden im Sommer Mauertrockenlegungen gemacht und im nächsten Jahr werden dann die beiden Zimmer saniert mit Luftschleuse, Schutzanzug etc..

lg

zur diskutierten Ansteckungsgefahr:
diese geht wohl von überall aus da die Durchseuchung mit 60 jahren bei 100% liegen soll. Also kriegt es jeder, nur wie man hier sieht scheinen die Ursachen eine Immuninkompetenz, durch meist Wohnung der andere Infektion zu sein.

VG Martin

Seiten